18.02.2019 | Ausgabe 1-2/2019

Architektonisches Signal der Neugestaltung und Aufwertung

Neubau der Volkshochschule in Landau

Der Neubau der VHS Landau zitiert die vorherige Stadtbebauung, belebt die Altstadt und erfüllt die Anforderungen an eine zeitgemäße Bildungseinrichtung. / Quelle: Stefan Müller-Naumann

Mit kreativem Geschick wurde der Neubau der VHS Landau an der Isar in den Kontext der historischen Altstadt eingegliedert. Die Stahlbetonkonstruktion der  Außenwand erhielt eine stabile Wärmedämmfassade und sichert die Ansprüche an eine nachhaltige und hochwertige Gebäudehülle.

Für den Neubau der Volkshochschule standen der Kommune zwei nebeneinander  liegende Grundstücke in unmittelbarer Nähe des Altstadtkerns zur Verfügung.Nicht einfach würde sich die Unterbringung  eines verhältnismäßig großen Bauvolumens auf zwei kleinteiligen Parzellen in der schwierigen topographischen Lage eines steilen Berghangs gestalten. Doch der  ntwurf der Münchner Architekten Neumann& Heinsdorff zeigt, dass zeitgenössische  Architektur und eine Eingliederung in eine historische Altstadtstruktur in Einklang zu bringen sind. Die Außenwandkonstruktion  urde als zweischalige Wand ausgeführt – bestehend aus einer Stahlbetonkonstruktion mit vorgesetzter, stabiler Ziegelschale aus „Poroton-WDF-180“, die der Gebäudehülle die notwendige Wärmedämmung  ringt.

Die Dämmung der Betonkonstruktion erfolgte als robuste massive Vormauerung mit perlitgefüllten Poroton-WDF-Ziegeln. / Quelle: Schlagmann Poroton

Belebung der Ortsmitte  
Um die städtebauliche Struktur der kleinteiligen Gebäude und Grundstücke der Altstadt  aufzugreifen, wurden zwei um ein halbes Geschoss versetzte giebelständige Baukörper in das Altstadtensemble eingeordnet. Zur öffentlichen Seite an der Ludwigstraße verbinden horizontale Fensterbänder und verputzte  andflächen die Gebäudeteile und vermitteln durch ihre Schichtung einen Eindruck des gestaffelten Geländes. Rückseitig öffnet sich der Gartenraum mit einer terrassenartigen Aufgliederung, die teils als Pausenräume,  teils als außen liegendes Klassenzimmer genutzt werden können. Der dunkelgraueKratzputz der massiven Gebäudehülle steht  bewusst im Gegensatz zu den eher „bunten“ Häusern der Nachbarschaft.

Im Innern wird die Zweiteilung aufgehoben. Alle Räume gruppieren sich um ein zentrales Treppenhaus, das sie miteinander  verbindet und für kurze Wege sorgt. Im dunkelgrauen Farbton der Fassade öffnet sich das in weitgehend roh belassenem Sichtbetonausgeführte Treppenhaus zu den hell  gestalteten Klassenzimmern. Holzbödenund -decken schaffen ein lernfreundlichesAmbiente. Raumbreite, teilweise beidseitige Fensterflächen lassen Licht in die Räume fluten, zur Gartenseite genehmigen sie in den oberen Etagen einen weiten Blick in die  andschaft.

Auf den steinernen Gesimsen, die zur Ludwigstraße hin die Schichtung aus verputzten Wandflächen und Fensterbändern strukturieren, wurde die WDF hochgezogen. / Quelle: Schlagmann Poroton

Neben der geglückten Integration ins Landauer Altstadtbild und einer Belebung der Ortsmitte verteilt der Neubau gekonnt  rund 600 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Etagen. Barrierefrei wurden alle nötigen Räume untergebracht – vom großen Mehrzweckraum und einer Cafeteria im Erdgeschoss bis zu den sieben Schulungs- und Sozialräumen auf den restlichen Ebenen.

Gebäudehülle in mehrschaliger Bauweise   
Aus statischen Gründen wurde die tragende Konstruktion aus Stahlbetonfertigteilen errichtet. Da solche Konstruktionen meist eine nachträgliche Dämmung benötigen, um die schlechteren Wärmedämmeigenschaften von Beton auszugleichen und damit den energetischen Anforderungen insgesamt gerecht zu werden, erhielt die 20 bis 25 Zentimeter starke Betonkonstruktion eine Vorsatzschale aus Poroton-WDF in 18 Zentimetern. Durch ie robuste und stabile Ziegelschale wird eine homogene Gebäudehülle mit einheitlichem Putzgrund erreicht, die das Gebäude zudem auf nachhaltig ökologische Weise vor hoher mechanischer sowie natürlich-biologischer Beanspruchung schützt. Die Vorgaben der EnEV werden zudem problemlos erfüllt.


 

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