18.02.2019 | Ausgabe 1-2/2019

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, Sie sind gut in das neue Jahr gekommen. Es ist nun schon einige Wochen alt und viele Mitglieder der Branche haben sich bereits auf der BAU in  München und auf zahlreichen Neujahrsempfängen getroffen. Mittendrin die Berufsgruppe der Ingenieure, als gefragte Ansprechpartner zu Fachthemen, als Auftragnehmer oder als Abnehmer von Neuentwicklungen.

Und doch, so schreibt Prof. Norbert Gebbeken in dieser Ausgabe, sei die Selbstwahrnehmung mancher Ingenieure eine andere. Er bedauert die Angewohnheit einiger Kollegen, in der Öffentlichkeit wiederholt die Dinge in den Fokus zu rücken,  die ihrer Meinung nach schlecht laufen – und er fordert dazu auf, dem Wehklagen über die vermeintlich negative Außenwahrnehmung und mangelnde Wertschätzung ein Ende zu setzen.

Zum einen sind die Sorgen, dass die Ingenieure in der Gesellschaft nicht entsprechend ihrer Leistung auch Würdigung erfahren könnten, schlichtweg falsch.  Zum anderen, und da hat der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau recht, ist es auch immer eine Frage, wie positiv und professionell der Berufsstand sich selbst Gehör verschafft, welcher Techniken man sich bedient und selbstverständlich auch, welche Botschaften man (wie) sendet.

In der Kommunikation zeigt das Sender-Empfänger-Dilemma schonungslos, wo durch unklare Signale, verpasste Chancen und manchmal auch ungeschicktes Agieren gesteckte Ziele leider nicht erreicht werden können.

Es ist couragiert, wenn man mit deutlichen Worten den Finger in eine Wunde  legt. Ein wenig Überspitzung an der einen oder anderen Stelle ist da nur Mittel zum Zweck.Ganz gleich, ob ein Vertreter des Ehrenamts dazu motivieren möchte optimistischer auf die eigene Bedeutung in der Gesellschaft zu schauen, Vertreter des Berufsstands für die Interessen der Ingenieure kämpfen und diese auf Bundes oder Europaebene durchsetzen oder Menschen im Alltag offen Missstände anprangern: Wenn die Regeln des respektvollen Miteinanders eingehalten werden, wenn Fakten die Grundlage für Aussagen bilden und wenn etwas Gutes erreicht werden soll, das die Gesellschaft voranbringt, dann darf es gerne deutlich sein. Zwischen konstruktiver Kritik und persönlichen Angriffen liegen Welten. Das eine ist wünschenswert, das andere leide  immer mehr zur Normalität für viele geworden.

Menschen, die auch Unbequemes ansprechen, können eine Sache voranbringen. Mögen sie „beherzt“, „mutig“ oder „unerschrocken“ sein, sie setzen auf jeden Fall Denkprozesse in Gang. Sie erhoffen sich dadurch sachliche Diskussionen, neue Impulse, Visionen und Unterstützung.

Das ist doch eine gute Motivation für 2019.


 

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