11.11.2016 | Ausgabe 11/2016

370 Bohrpfähle für den G7-Gipfel

Quelle: SchlossElmau

Im Juni 2015 war das Elmauer Tal im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Zentrum der medialen Aufmerksamkeit: Die Gruppe der Sieben (G7) traf sich auf Schloss Elmau. Um dem Anspruch der Veranstaltung gerecht zu werden, wurde zwischen 2013 und 2015 ein Hotel der Kategorie „5 terne plus“ als Zubau zu der vorhandenen Hotelstruktur erstellt. Das Bauprojekt Schloss Elmau Retreat ist aufgrund seines Anforderungsprofils eine Besonderheit im Bauwesen.  

Eingebettet zwischen dem Karwendelmassiv und dem Wettersteingebirge liegt das Elmauer Tal, dessen erste urkundliche Erwähnungen um 1395 datieren. Die Topographie des Tals ist im Wesentlichen von Moränen mit Buckelwiesen bestimmt, umgeben von bewaldeten mittelhohen Bergen bis hin zu hochalpinen Gebirgszügen. Einödhöfe und ein Gasthaus motivierten bereits König Ludwig II zum Verweilen auf dem Weg zu seinem Schachenschloss. 1912 kaufte der Philosoph und Theologe Dr. Johannes Müller die Wiesen der Elmau, unterstützt durch Gräfin von Waldsee, seiner Mäzenin. Als Architekt für das Schloss und auch das Müllerhaus, das der Unterbringung der Familie diente, war Prof. Carlo Sattler, der Schwager von Johannes Müller, tätig. In den 1990er-Jahren brachte Gründer-Enkel Dietmer Müller-Elmau erste Investitionen ein und betrieb später (als Käufer der Familienanteile) gezielte Sanierungen. Für diese und die noch folgenden Baumaßnahmen stand ihm sein Cousin, der Architekt (und Enkel von Carlo Sattler) Christoph Sattler, zur Seite.

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