01.05.2015 | Ausgabe 05/2015

Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Praxiserfahrungen

Korrosionsschutz durch Feuerverzinken im Brückenbau

Holger Glinde

Bild: I. Johal

In Deutschland haben Forschungsergebnisse erst seit Neuestem den Weg für eine Anwendung der Feuerverzinkung im Straßenbrückenbau geebnet. Aktuelle Studien haben ergeben, dass feuerverzinkte Stahl- und Verbundbrücken nachhaltiger und wirtschaftlicher sind als beschichtete Brücken. In welcher Form, zeigt dieser Beitrag auf. 

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass der Korrosionsschutz durch Feuerverzinken auch für den Einsatz an zyklisch belasteten Stahl- und Verbundbrückenbauteilen geeignet ist und dass unter den in Deutschland herrschenden Klimabedingungen durch Feuerverzinken eine Korrosionsschutzdauer von 100 Jahren ohne Wartung erreichbar ist. Auch wenn die Forschungsergebnisse erst jetzt den Weg für eine breite Anwendung der Feuerverzinkung im Straßenbrückenbau frei gemacht haben, gibt es bereits umfassende Langzeiterfahrungen mit existierenden feuerverzinkten Stahl- und Verbundbrücken, vorwiegend außerhalb Deutschlands. Zudem belegen aktuelle Studien, dass feuerverzinkte Stahl- und Verbundbrücken deutlich nachhaltiger und wirtschaftlicher sind als beschichtete Brücken. Im Gegensatz zur dauerhaften Feuerverzinkung müssen Korrosionsschutzbeschichtungen an Brückenbauwerken erfahrungsgemäß in Abständen von 25 – 33 Jahren erneuert werden.  


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