01.08.2010 | Ausgabe 7-8/2010

Spannender Rundblick

Die Qualität des Bauens hängt von der Unabhängigkeit der Architekten und Ingenieure und von der Qualität ihrer Beratung ab

MODERNE BAUKULTUR wird immer wieder neu beurteilt und bewertet. Quelle: M. Osterrieder/digitalstock

„Ein bedeutsames Kriterium für die Erreichung der höchstmöglichen Qualität eines Gebäudes ist immer die Güte der Beratungsleistung.“ Dieser Satz stammt aus einer Untersuchung, die kürzlich von der Bundesarchitektenkammer vorgelegt worden ist. Mit ihr hatte sie verschiedene Auftraggebermodelle und die Rolle der Planer innerhalb dieser Modelle untersuchen lassen, aus der sich ableiten lässt, dass sich der Mehrwert im Lebenszyklus von Gebäuden höherer Planungsanforderungen steigern ließe, wenn die Leistungspotenziale der Planer voll ausgeschöpft würden. Allem voran müssten deshalb, so die Studie, die hier als ein spannender Rundblick auf die heutige Situation ausführlich vorgestellt wird, Vertragsgrundlagen geschaffen werden, die eine Unabhängigkeit der Planer als Treuhänder des Bauherrn und als Mediator zu den späteren Nutzern garantieren. Daraus ließe sich die Forderung nach politischen Rahmenbedingungen zugunsten einer verbindlichen Integration von unabhängigen Architekten und Ingenieuren sowie deren normative Stärkung an der Spitze der Projektorganisation und von Beginn eines Projektes an unterstreichen.

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