Dank einer Wärmeleitfähigkeit von 0,036 Watt pro Meter und Kelvin sowie vollständiger Nichtbrennbarkeit leistet Foamglas T3+ einen Beitrag zur Einhaltung der energetischen und brandschutztechnischen Anforderungen. © KOCH Bedachungen GmbH
Dank einer Wärmeleitfähigkeit von 0,036 Watt pro Meter und Kelvin sowie vollständiger Nichtbrennbarkeit leistet Foamglas T3+ einen Beitrag zur Einhaltung der energetischen und brandschutztechnischen Anforderungen. © KOCH Bedachungen GmbH

Holz-Hybrid-Hochhaus in Mainz mit Glasschaum-Dämmung

Holz-Hybrid-Hochhaus in Mainz mit Glasschaum-Dämmung

Holz-Hybrid-Hochhaus in Mainz mit Glasschaum-Dämmung

Druckfeste Dämmplatten schützen Holzkonstruktion vor Feuchtigkeit und erfüllen Brandschutzanforderungen

Druckfeste Dämmplatten schützen Holzkonstruktion vor Feuchtigkeit und erfüllen Brandschutzanforderungen

Im historischen Zollhafen von Mainz ist mit dem Timber Peak das erste Holz-Hybrid-Hochhaus der Stadt entstanden. Dabei hat der Bauherr ZH Hafenspitze auf den Dämmstoff Foamglas T3+ aus geschäumtem Glas gesetzt: Das Material schützt die Holzkonstruktion durch seine hermetisch geschlossene Zellstruktur vollständig vor dem Eindringen von Wasser und Wasserdampf. Gleichzeitig erfüllt der nichtbrennbare Dämmstoff die hohen Brandschutzanforderungen der Holz-Hybrid-Bauweise.

Im historischen Zollhafen von Mainz ist mit dem Timber Peak das erste Holz-Hybrid-Hochhaus der Stadt entstanden. Dabei hat der Bauherr ZH Hafenspitze auf den Dämmstoff Foamglas T3+ aus geschäumtem Glas gesetzt: Das Material schützt die Holzkonstruktion durch seine hermetisch geschlossene Zellstruktur vollständig vor dem Eindringen von Wasser und Wasserdampf. Gleichzeitig erfüllt der nichtbrennbare Dämmstoff die hohen Brandschutzanforderungen der Holz-Hybrid-Bauweise.

Dank einer Wärmeleitfähigkeit von 0,036 Watt pro Meter und Kelvin sowie vollständiger Nichtbrennbarkeit leistet Foamglas T3+ einen Beitrag zur Einhaltung der energetischen und brandschutztechnischen Anforderungen. © KOCH Bedachungen GmbH
Dank einer Wärmeleitfähigkeit von 0,036 Watt pro Meter und Kelvin sowie vollständiger Nichtbrennbarkeit leistet Foamglas T3+ einen Beitrag zur Einhaltung der energetischen und brandschutztechnischen Anforderungen. © KOCH Bedachungen GmbH

Das Unternehmen UBM Development Deutschland entwickelt das Projekt, das auf 9.500 Quadratmetern Bruttogrundfläche Büro- und Gewerbeflächen bereitstellt und eine DGNB-Zertifizierung in Gold anstrebt.

Holz-Hybrid-Bauweise erfordert spezielle Dämmkonzepte

Die Holz-Hybrid-Konstruktion kombiniert nachwachsende Rohstoffe mit mineralischen Baustoffen. Der Baustart erfolgte im vierten Quartal 2023, die Fertigstellung im vierten Quartal 2025. UBM Development hatte bereits beim Timber Pioneer-Gebäude in Frankfurt am Main auf Foamglas gesetzt. Die Wahl des Dämmstoffs begründet sich durch seine wärmedämmenden Eigenschaften und die hohe Druckfestigkeit. Bei Holz-Hybrid-Konstruktionen spielen der Schutz vor Feuchtigkeit und Brandgefahr eine entscheidende Rolle. Das Material trägt zur Optimierung der Energieeffizienz bei und erfüllt die Anforderungen an Klimaschutz, die mit der angestrebten Zertifizierung verbunden sind.

Die hermetisch geschlossenen Glaszellen von Foamglas T3+ verhindern Feuchteeintrag und schützen die Holzelemente des Bürogebäudes dauerhaft vor Schimmel und Verformung. © KOCH Bedachungen GmbH
Die hermetisch geschlossenen Glaszellen von Foamglas T3+ verhindern Feuchteeintrag und schützen die Holzelemente des Bürogebäudes dauerhaft vor Schimmel und Verformung. © KOCH Bedachungen GmbH

Mineralische Rohstoffe und geschlossene Zellstruktur

Foamglas T3+ entsteht aus geschäumtem Glas. In einem Schmelzprozess gewinnen die Hersteller aus Recyclingglas, Sand, Dolomit, Kalk, Eisenoxid und weiteren Materialien ein Glas mit definierten Eigenschaften. In einem weiteren Teilprozess mahlen sie das Glas, versetzen es mit einer geringen Menge Kohlenstoff und geben es in Edelstahlformen. Da es sich um einen anorganischen Dämmstoff handelt, brennt er nicht und bleibt feuerbeständig. Im Brandfall entwickelt er weder Qualm noch Gase. Dies erweist sich in Verbindung mit der Holz-Hybrid-Bauweise als vorteilhaft, bei der die Brandeindämmung eine zentrale Rolle spielt. Der Dämmstoff enthält keine ozonschädigenden Treibgase, Flammschutzmittel oder Fasern.

Durch das thermische Verfahren entstehen hermetisch geschlossene Glaszellen, die dem Material seine charakteristische Struktur verleihen. Diese Zellstruktur verhindert vollständig das Eindringen von Wasser und Wasserdampf. Dies trägt zum Schutz vor Feuchtigkeitsschäden bei, die zu Schimmelbildung und strukturellen Beeinträchtigungen führen können. Bei der Holz-Hybrid-Bauweise des Timber Peak besitzt dies besondere Bedeutung, da Holz empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert. Foamglas T3+ sorgt dafür, dass die Holzelemente trocken bleiben, wodurch die Stabilität und die ästhetische Qualität des Gebäudes über Jahrzehnte erhalten bleiben. Gleichzeitig reduziert dieser Schutz langfristig Wartungs- und Reparaturkosten und verlängert die Lebensdauer der Konstruktion.

Foamglas T3+ schützt die Holz-Hybrid-Konstruktion des Timber Peak durch seine hohe Druckfestigkeit, Nichtbrennbarkeit (A1) und vollständige Wasser- und Dampfdichtheit. © KOCH Bedachungen GmbH
Foamglas T3+ schützt die Holz-Hybrid-Konstruktion des Timber Peak durch seine hohe Druckfestigkeit, Nichtbrennbarkeit (A1) und vollständige Wasser- und Dampfdichtheit. © KOCH Bedachungen GmbH

Druckfestigkeit bei geringem Gewicht

Die hermetisch geschlossene Zellstruktur bietet überdies eine hohe Druckfestigkeit. Foamglas T3+ hält mechanischen Belastungen wie Winddruck, Schneelasten oder schweren Aufbauten stand. Daher eignet er sich für tragende Bereiche wie Flachdächer und Bodenplatten – ohne zusätzliche Verstärkungen. Dies macht den Dämmstoff zu einer Lösung für langlebige und robuste Bauprojekte wie den Timber Peak. Gleichzeitig erreicht er mit einer Rohdichte von nur 115 Kilogramm pro Kubikmeter ein geringes Gewicht. Dies begünstigt eine einfache Verarbeitung und Installation – ohne die strukturelle Integrität des Gebäudes zu beeinträchtigen. Auch die kompakte Plattengröße von 600 mal 450 Millimetern erleichtert das Handling und erlaubt eine flexible Verlegung, selbst unter beengten Verhältnissen. Mit Dämmstoffdicken von 50 bis 200 Millimetern ermöglicht das Material schlanke und effiziente Konstruktionen. So verbindet Foamglas T3+ hohe Leistungsfähigkeit mit einfacher Verarbeitung und Wirtschaftlichkeit.

Verlegung als Grund- und Gefälledämmung

Die Verlegung von Foamglas T3+ im Timber Peak erfolgt sowohl als Grund- als auch als Gefälledämmung. Zunächst bringen die Handwerker das Material als Grunddämmung mit einer Schichtdicke von 120 Millimetern auf die vorbereitete Unterkonstruktion auf. Dies sorgt für eine gute Wärmedämmung und hilft beim Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit. Anschließend setzen sie Foamglas T3+ als Gefälledämmung auf dem Dach ein. Die Platten verlegen sie in unterschiedlichen Dicken, um ein Gefälle von 1,1 Prozent zu erreichen. Dadurch gewährleisten sie eine optimale Entwässerung, ohne die Bausubstanz zu gefährden. Die fachgerechte Ausführung erfolgt durch die Koch Bedachungen GmbH. Für die Verarbeitung verwenden die Handwerker Heißbitumen, um die Platten vollflächig zu verkleben.

Der Timber Peak im Mainzer Zollhafen kombiniert Holz und moderne Baustoffe zu einem ressourcenschonenden und kreislaufgerechten Holz-Hybrid-Hochhaus. © UBM Development Deutschland GmbH
Der Timber Peak im Mainzer Zollhafen kombiniert Holz und moderne Baustoffe zu einem ressourcenschonenden und kreislaufgerechten Holz-Hybrid-Hochhaus. © UBM Development Deutschland GmbH

Wärmedämmung als Bestandteil des Energiekonzepts

Die Wärmedämmung mit Foamglas T3+ bildet einen zentralen Bestandteil des integrativen Energiekonzepts des Timber Peak. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,036 Watt pro Meter Kelvin reduziert der Dämmstoff effektiv Wärmeverluste und senkt damit den Energieverbrauch für Heizung und Kühlung. Die Kühlung erfolgt über geothermisch aktivierte Bohrpfähle, die Heiz- und Kühlenergie liefern, und eine adiabate Kühlung, die auch an heißen Tagen ein angenehmes Raumklima schafft. So senkt das System den Energiebedarf, was sowohl die Betriebskosten als auch die CO₂-Emissionen des Timber Peak reduziert. Hergestellt aus hochwertigem Recyclingglas und Rohstoffen, verzichtet Foamglas auf Flammschutzmittel, Treibgase oder flüchtige organische Verbindungen. Mit dem Timber Peak streben die Beteiligten eine DGNB-Zertifizierung in Gold für die ressourcenschonende Holz-Hybrid-Konstruktion sowie für das integrative Energiekonzept und die Rückbaubarkeit des Gebäudes an. Mit der Erfüllung der EU-Taxonomie-Kriterien für das Umweltziel eins setzt das Gebäude Maßstäbe im Klimaschutz und in der technischen Entwicklung.

Bautafel

Projekt: Timber Peak – Holy-Hybrid-Hochhaus im Zollhafen Mainz
Gebäudetyp: Büro- und Gewerbeimmobilie
Bauherr: ZH Hafenspitze GmbH & Co. KG
Architektur: Sacker Architekten GmbH (Lph. 1-4), UBM Czechia s.r.o.
Projektentwickler: UBM Development Deutschland GmbH
Tragwerksplanung: bauart Konstruktions GmbH & Co. KG
Verarbeitung Dämmung: KOCH Bedachungen GmbH
Dämmmaterial: Foamglas T3+
Bauzeit: Q4/2023 bis Q4/2025

Intelligente Gebäudetechnik optimiert Energieverbrauch

Weitere intelligente Lösungen unterstreichen das nachhaltige Konzept des Bürogebäudes: Die 120 geothermisch aktivierten Bohrpfähle liefern jährlich 240 Megawattstunden Heizenergie und 80 Megawattstunden Kühlenergie. Ergänzend dazu erzeugen Photovoltaikanlagen auf dem Dach emissionsfreien Strom, während die adiabate Kühlung ein angenehmes Raumklima schafft – selbst an heißen Sommertagen. Eine intelligente Gebäudetechnik passt den Energieverbrauch dynamisch an die Nutzung an und ermöglicht Einsparungen von bis zu 30 Prozent der Energie. Smarte Sensoren überwachen die Effizienz und den Komfort der Büros in Echtzeit und fördern so flexible Nutzungskonzepte, die den Wandel der Arbeitswelt reflektieren. (mb)

www.foamglas.de

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