Auf ein Wort

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Auf ein Wort

Auf ein Wort

Liebe Ingenieurinnen, liebe Ingenieure,

der Koalitionsvertrag sieht eine mittelstandsfreundliche Vergabe vor. Die Bundesingenieurkammer appelliert an die Bundesregierung, hier nicht wortbrüchig zu werden. Denn es war von verschiedenen Seiten im Zuge des laufenden Gesetzgebungsverfahrens zur Vergabebeschleunigung zu hören, man möge doch die Regelungen lockern oder gar aufgeben, um mehr Gesamtvergaben zu ermöglichen. Die Verwässerung der losweisen Vergabe oder gar eine Aufgabe ist ein falsches Signal und ginge zu Lasten der kleinen und mittelständischen Strukturen. Mehr Tempo beim Bauen gelingt nur durch ein flächendeckendes Anbieternetz von Planungs- und Bauleistungen in den Kommunen, weniger Bürokratie und mehr Digitalisierung.

Liebe Ingenieurinnen, liebe Ingenieure,

der Koalitionsvertrag sieht eine mittelstandsfreundliche Vergabe vor. Die Bundesingenieurkammer appelliert an die Bundesregierung, hier nicht wortbrüchig zu werden. Denn es war von verschiedenen Seiten im Zuge des laufenden Gesetzgebungsverfahrens zur Vergabebeschleunigung zu hören, man möge doch die Regelungen lockern oder gar aufgeben, um mehr Gesamtvergaben zu ermöglichen. Die Verwässerung der losweisen Vergabe oder gar eine Aufgabe ist ein falsches Signal und ginge zu Lasten der kleinen und mittelständischen Strukturen. Mehr Tempo beim Bauen gelingt nur durch ein flächendeckendes Anbieternetz von Planungs- und Bauleistungen in den Kommunen, weniger Bürokratie und mehr Digitalisierung.

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Die Aufgaben, vor denen unsere Gesellschaft bei Infrastrukturen, Wohnungsbau und Stadtentwicklung stehen, sind historisch. Das Sondervermögen Infrastruktur und der Wohnungsbauetat sind wirtschaftlich gebotene Investitionen in die Zukunft – zum Wohle kommender Generationen. Deutschland darf nicht noch einmal seine Infrastrukturen derart vernachlässigen. Jetzt bedarf es eines klugen, mutigen und gemeinsamen Vorgehens aller am Bau Beteiligten.

Nur, wenn die kleinen und mittelständischen Strukturen des Planungs- und Bausektors durch den notwendigen und erprobten Grundsatz der losweisen Vergabe erhalten bleiben, wird in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten weiterhin kosteneffizient und schnell gebaut werden können. Verwerfungen bei den Marktstrukturen müssen aus Sicht der Bundesingenieurkammer unbedingt verhindert werden. Eine Reduzierung auf nur wenige Marktteilnehmer und deren Eigeninteressen würde das Bauen für Auftraggeber verteuern. Industrien mit „Too-Big-to-Fail-Konzernen“ kamen den Staat oft teuer zu stehen. Jetzt solche Strukturen im Bausektor auf lange Sicht zu begünstigen, hieße Fehler ohne Not zu wiederholen.

Großunternehmen und Monopole führen nicht zu mehr Innovationen. Es sind kleine dynamische Organisationseinheiten, die flexibles und effizientes Arbeiten in ihrer Kultur verankert haben. In solchen unternehmerischen Kontexten entstehen Expertentum und Innovationskraft. Wer Tempo, mehr Effizienz und Innovationen im Bauwesen möchte, muss Expertentum und Fachkräfte entsprechend fördern und honorieren. Leider zeigen auch die aktuellen Entwicklungen rund um die Novellierung der HOAI, dass dies noch nicht allseits verstanden wurde.

Lassen Sie uns im Bausektor zusammenarbeiten und uns auf die relevanten Probleme mit Hebelkraft wie ineffiziente Genehmigungsverfahren, unzureichende Digitalisierung von Prozessen und den Fachkräftemangel konzentrieren. Wir haben heute in Deutschland grundsätzlich ein gut funktionierendes und produktives Miteinander von Planung und Ausführung. Grundlegende Änderungen hieran schaden am Ende dem Standort Deutschland.

Ihr Dr.-Ing. Heinrich Bökamp
Präsident der Bundesingenieurkammer

Die Aufgaben, vor denen unsere Gesellschaft bei Infrastrukturen, Wohnungsbau und Stadtentwicklung stehen, sind historisch. Das Sondervermögen Infrastruktur und der Wohnungsbauetat sind wirtschaftlich gebotene Investitionen in die Zukunft – zum Wohle kommender Generationen. Deutschland darf nicht noch einmal seine Infrastrukturen derart vernachlässigen. Jetzt bedarf es eines klugen, mutigen und gemeinsamen Vorgehens aller am Bau Beteiligten.

Nur, wenn die kleinen und mittelständischen Strukturen des Planungs- und Bausektors durch den notwendigen und erprobten Grundsatz der losweisen Vergabe erhalten bleiben, wird in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten weiterhin kosteneffizient und schnell gebaut werden können. Verwerfungen bei den Marktstrukturen müssen aus Sicht der Bundesingenieurkammer unbedingt verhindert werden. Eine Reduzierung auf nur wenige Marktteilnehmer und deren Eigeninteressen würde das Bauen für Auftraggeber verteuern. Industrien mit „Too-Big-to-Fail-Konzernen“ kamen den Staat oft teuer zu stehen. Jetzt solche Strukturen im Bausektor auf lange Sicht zu begünstigen, hieße Fehler ohne Not zu wiederholen.

Großunternehmen und Monopole führen nicht zu mehr Innovationen. Es sind kleine dynamische Organisationseinheiten, die flexibles und effizientes Arbeiten in ihrer Kultur verankert haben. In solchen unternehmerischen Kontexten entstehen Expertentum und Innovationskraft. Wer Tempo, mehr Effizienz und Innovationen im Bauwesen möchte, muss Expertentum und Fachkräfte entsprechend fördern und honorieren. Leider zeigen auch die aktuellen Entwicklungen rund um die Novellierung der HOAI, dass dies noch nicht allseits verstanden wurde.

Lassen Sie uns im Bausektor zusammenarbeiten und uns auf die relevanten Probleme mit Hebelkraft wie ineffiziente Genehmigungsverfahren, unzureichende Digitalisierung von Prozessen und den Fachkräftemangel konzentrieren. Wir haben heute in Deutschland grundsätzlich ein gut funktionierendes und produktives Miteinander von Planung und Ausführung. Grundlegende Änderungen hieran schaden am Ende dem Standort Deutschland.

Ihr Dr.-Ing. Heinrich Bökamp
Präsident der Bundesingenieurkammer

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Dr.-Ing. Heinrich Bökamp
Präsident der Bundesingenieurkammer

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