24.02.2021 | Ausgabe 1-2/2021

Unkonventionelle Betonstruktur für Wohnhaus

Brandschutzwand mit Schalelementen, die mit Bambusrohren belegt sind

Für die außergewöhnliche Gestaltung wurden die Schalungselemente von Paschal mit Bambusrohren belegt. // Bild: Paschal

Ob glatt, in Farbe oder bedruckt, ob chemisch, mechanisch oder handwerklich bearbeitet – die gestalterischen Möglichkeiten von Betonoberflächen sind vielfältig. Für eine ebenso außergewöhnliche Gestaltung entschied sich Erich Armbruster, Inhaber der Zimmerei Armbruster aus Haslach, beim Bau seines neuen Wohnhauses.

Aktuell entsteht auf dem Firmengelände der Zimmerei Armbruster ein Wohnhaus, welches als zukünftiger Altersruhesitz von Erich Armbruster dienen soll. Neben der eigentlichen Wohnung sind auch mehrere Gästezimmer sowie ein Wintergarten geplant. Als Holzliebhaber wird der Neubau als Massivholzhaus errichtet. Da Anforderungen an den Brandschutz auch eine Brandschutzwand vorsehen, muss die betroffene Außenwand aus Beton errichtet werden.

 

 

Das Highlight der Betonbrandschutzwand ist die Bambusstruktur, welche zukünftig im Wohn-/Esszimmer und Schlafzimmer von Erich Armbruster zu bewundern sein wird.
Das Highlight der Betonbrandschutzwand ist die Bambusstruktur, welche zukünftig im Wohn-/Esszimmer und Schlafzimmer von Erich Armbruster zu bewundern sein wird. //
Bild: Paschal

Um diese „notwendige“ Betonwand bestmöglich in Szene zu setzen, wollte Erich Armbruster den Beton mit einer besonderen Struktur versehen. Für dieses nicht alltägliche Projekt entwickelte das ausführende Bauunternehmen Schätzle-Bau GmbH aus dem benachbarten Fischerbach in Zusammenarbeit mit dem Haslacher Künstler Frieder Haser eigens eine Sonderlösung. Hierzu wurden vorab mehrere Probebetonnagen mit verschiedenen Materialien wie Bambus und Schilfrohr aber auch Luftpolsterfolie durchgeführt, um den am besten geeigneten Rohstoff zu ermitteln. Als besonderer Blickfang erwies sich dabei die Sichtbetonoberfläche mit Bambusstruktur.

Kreative Sonderkonstruktion mit schnellen Schalzeiten
Zur Herstellung der Betonwand kamen rund 180 m² eines Paschal-Wandschalungssystems zum Einsatz.

Um die Schalhaut vor Beschädigungen zu schützen, wurde eine zusätzliche Schalplatte an die Stellschalung angebracht, an welcher die einzelnen Bambusrohre mit Nägeln und Heftklammern befestigt wurden.

Für ein einfaches Ausschalen musste ein komplettes Umschließen der runden Bambusrohre durch den Beton vermieden werden. Daher wurde die Schalungskonstruktion zusätzlich mit einer reißfesten und elastischen Silofolie belegt. Diese legt sich perfekt an die unterschiedlichen Formen der Bambusrohre an, wodurch neben dem vereinfachten Ausschalvorgang auch eine glatte Sichtbetonoberfläche zwischen den strukturgebenden Bambusrohren gewährleistet wurde.

Nach den aufwändigeren Vorarbeiten konnten der Einbau der Bewehrung, das Stellen der Schließschalung sowie die Betonnage in gewohnter Weise erfolgen. Verwendet wurde ein klassischer Beton mit Druckfestigkeitsklasse C25/30 und Betonkies Körnung 0/16 mm.

Um die Schalung für den zweiten Schalungstakt im ersten Obergeschoss umzusetzen, musste lediglich die Vorsatzschalung von den ersten System-Elementen gelöst werden, was trotz Sonderkonstruktion schnelle Schalzeiten ermöglichte.

Bei nächtlicher Beleuchtung werden die besonderen Betonstrukturen noch deutlicher sichtbar
Bei nächtlicher Beleuchtung werden die besonderen Betonstrukturen noch deutlicher sichtbar // Bild: Paschal

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