15.12.2020 | Ausgabe 12/2020

Editorial

Chefredakteurin Susanne Scherf

Chefredakteurin Susanne Scherf

Liebe Leserinnen und Leser,

Informatiker und Ingenieure arbeiten seit Jahrzehnten daran, die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz voranzutreiben. Lange Zeit weitestgehend unbeachtet von der allgemeinen Öffentlichkeit.
Die künstliche oder auch artifizielle Intelligenz befasst sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen. Nicht nur an der Definition des Begriffs scheiden sich die Geister – auch daran, wie man sich zu dem Thema KI positionieren sollte. Immerhin beschäftigen sich Forschung und Wissenschaft in diesem Bereich auch mit dem ambitionierten (und in letzter Konsequenz nicht vorhersehbaren) Versuch, bestimmte Entscheidungsstrukturen des Menschen technisch nachzubilden. Maschinen sollen so gebaut und programmiert werden, dass sie alles können, was wir Menschen auch beherrschen. Nur eben optimierter, indem sie beispielsweise relativ eigenständig Aufgabenstellungen und Herausforderungen bearbeiten. Und sie sind lernfähig. Wird etwas als Fehler oder nicht zielführend identifiziert, gibt es eine bessere Lösung für das Problem, dann nimmt die Maschine oder der Computer notwendige Korrekturen vor und passt das System an die bestmögliche Variante an.
Nun ist und bleibt Künstliche Intelligenz genau das, was sie ist: künstlich. Annahmen, typisch menschliche (so zum Beispiel moralische oder empathische) Wertesysteme in die Entscheidungen einprogrammieren zu können, wurden bereits als falsch deklariert. Auch wenn es Forscher gibt, die das nicht ganz ausschließen wollen. Immerhin steht man auf diesem Gebiet noch am Anfang.
Aber wo moderne Technologien beispielsweise im Baubereich Einzug halten und welche Potenziale sie haben können, zeigt unter anderem ein Beitrag in dieser Ausgabe zu Künstlicher Intelligenz bei der Berechnung und Bemessung von Tragwerken.
Unabhängig von den Themen dieser Ausgabe möchte Ihnen die Redaktion des Deutschen Ingenieurblatts jetzt ein sehr menschliches Weihnachtsfest am Ende eines herausfordernden Jahres wünschen.
Herzlichen Dank an alle Autorinnen, Autoren und Presseprofis, die in diesem Jahr wieder mit uns zusammengearbeitet haben. Und auch an Sie, liebe Leserinnen und Leser, für die aufmerksame Lektüre, Ihre teils sehr intensive Auseinandersetzung mit den Artikeln, für Ihre Anmerkungen, Vorschläge und so manches Mal ein tolles Lob.
Das schafft – trotz aller Visionen und Entwicklungen – keine KI. Ganz gleich, wie nah sie an das Können der Menschen heran- und darüber hinausreichen wird. Gefühle wie Liebe, Hass, Angst oder Freude und das entsprechende Verhalten werden sich nicht simulieren lassen. Genau dadurch sind wir Menschen einzigartig – und das ist nicht austausch- oder ersetzbar.
Ihnen allen einen guten und ruhigen Jahresausklang und einen gesunden Neustart in das Jahr 2021!


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