15.10.2019 | Ausgabe 10/2019

Mit Schwung und Spannweite

Die Gestaltungsvielfalt internationaler Großprojekte

Das Pariser Museum der Louis Vuitton Stiftung von Frank Gehry ist ein Mischbau aus Holz, Glas und Stahl. Es erinnert an ein Schiff unter vollen Segeln. / Quelle: ©Hess Timber-Rensteph Thompson

Der Holzbau wird weltweit gesellschaftsfähig. Mit einer Auswahl realisierter Projekte von internationaler Bedeutung gibt der Fachbeitrag einen Einblick in die Einsatzmöglichkeiten von Holz und Holzwerkstoffen in Kombination mit anderen Materialien im modernen Hochbau, insbesondere in weitgespannten Tragwerken, die bisweilen kurvenreich daher kommen.

Seit einigen Jahren ist ein Trend hin zu organischen Bauformen zu beobachten. Da auch der Baustoff Holz eine Renaissance erlebt und sich geschwungene Formen damit vergleichsweise einfach ausführen lassen, gibt es mittlerweile in ganz Europa, ja, sogar weltweit, zahlreiche bemerkenswerte Gebäude mit amorphen Formen – zunehmend sogar bei öffentlichen Bauten. Sie werden regelrecht in Holz inszeniert. Auch ist es inzwischen keine Seltenheit mehr, dass private wie öffentliche Bauherren von Anfang an auf das Material setzen. 

So sind eine Menge außergewöhnlicher internationaler Großprojekte in Ingenieur-Holzbauweise entstanden, wie Sport-, Kultur- und Freizeitbauten, Flughafenhallen, Metro- Stationen und Einkaufsmalls, um nur einige zu nennen.  Zum einen beeindrucken ihre Dimensionen, zum anderenihre ungewöhnlichen Ausformungen. Die Bauwerke präsentieren sich außerdem in einer neuen Ästhetik, die dem Holzbau eine unerwartete Frische verleiht. Das inspiriert immer mehr Planer, sich dem alt-ehrwürdigen Baumaterial zuzuwenden, der heute als Hightech-Werkstoff daherkommt und in so manchem Großprojekt zur Hochform aufläuft.

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8 Seiten

 

 


 

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