15.10.2019 | Ausgabe 10/2019

Wachstumsmarkt energetischer Quartiersumbau

Neue Herausforderungen für die deutsche Ingenieurskunst

Start des smood-Projekts im Thüringer Klimapavillon / Quelle: Kersten Roselt, Christiane Büttner

Die aktuelle Diskussion um Klimawandel und Energiewende rückt den Gebäudebereich in den Fokus: Ca. 40 % des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfallen auf Heizwärme in Gebäuden. Mit Hinblick auf das Ziel, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, erscheint dieser Sektor wesentlich relevanter für die Erreichung der Klimaschutzziele als die vieldiskutierten Urlaubsflüge oder die Landwirtschaft. Das weitaus größte Potenzial, CO2-Emissionen zurückzufahren, besteht in energieeffizienteren Gebäuden und deren Einbindung in integrierte Quartierslösungen. Angesichts des sozial angespannten Wohnungsmarkts besteht die Herausforderung für die deutschen Ingenieure, den energetischen Umbau unserer Bestandsquartiere nahezu warmmietenneutral zu gestalten. Die Nutzung eingesparter Energiekosten für die Investitionen oder die Partizipation der Eigentümer und Mieter an einer dezentralen erneuerbaren Energieversorgung sind beispielhafte Wege dahin. 

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5 Seiten


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