16.10.2017 | Ausgabe 10/2017

Der Fluch der ersten Zahl

Warum scheitern Großprojekte?

Bild: goodluz/Shutterstock.com

Alle Großprojekte sind eine Herausforderung. Weltweit. Unabhängig von der Technologie. Fast alle Probleme ergeben sich aus menschlichen Defiziten. „Misslungene“ Großprojekte sind aus heutiger Sicht oft gar keine misslungenen Projekte, sie wurden in realistischer Zeit mit realistischen Kosten abgeschlossen. Misslungen waren meist die Ersteinschätzung und die Kommunikation unsicherer Daten. Die vielen Großprojekte, die den ersten Erwartungen gerecht wurden, waren keine Zufälle, sondern wurden bereits unter Beachtung der Empfehlungen geplant und gebaut. Insofern ist es ein Fakt, dass wir Großprojekte können. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Warum wird die Umwelt baulich gestaltet?
Zunächst einmal: Wir bauen nicht um des Bauens willen. Wir erfüllen gesellschaftliche Forderungen, die an uns Ingenieure herangetragen werden. In Deutschland beträgt das nominale Bauvolumen jährlich etwa 335 Mrd. Euro (Öffentlicher Bau 45 Mrd., Wirtschaftsbau 100 Mrd., Wohnungsbau 190 Mrd. (2015)). Das sind erhebliche Summen.

Umfang: 8 Seiten


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