12.10.2015 | Ausgabe 10/2015

Editorial

Susanne Scherf

Liebe Leserinnen und Leser,

verdrängt. Ignoriert. Ausgeblendet. Die Augen vor Problemen zu verschließen, die sich nicht sofort lösen lassen oder die kompliziert sind, kommt häufig vor. Prinzipiell ist es eine professionelle Art der Konfliktlösung, nicht gleich Panik zu schüren und konzentriert Schwierigkeiten aus der Welt zu schaffen. Werden Warnungen und Vorzeichen allerdings zu lange ausgeblendet, bringt das „dicke Ende“ Konsequenzen mit sich, die nicht schnell oder ohne Langzeitschäden aus der Welt geschafft werden können. Sei es in der Politik, in der Wirtschaft, in Bezug auf die Gesundheit oder am Bau – um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Fakt ist: So unübersichtlich und hoch spezialisiert in allen Lebensbereichen war unser Alltag noch nie. Für jede kleine Handlung gibt es Spezialisten, fragt man den Fachmann, holt man sich Rat bei denen, „die es wissen müssen“. Erfindungen, die ursprünglich mal vieles erleichtern sollten und als große Fortschritte gefeiert wurden, haben sich häufig so kompliziert entwickelt, dass selbst „Profis“ nicht mehr weiter wissen oder weitere Experten zu Rate ziehen. Hinzu kommt ein Dschungel an Normen und Regelungen, deren Umsetzung gelegentlich daran scheitert, dass sie entweder nicht genügend bekannt oder in der Praxis schlecht umsetzbar sind – oder sich auch schon mal gegenseitig blockieren.
Die Frage, „wer baut ein Objekt“ und trägt die Verantwortung, lässt sich auch nicht immer glasklar beantworten. Klar, für den Auftraggeber sind der Ingenieur oder der Architekt die ersten Ansprechpartner. Die Erwartungshaltungen sind hoch. Wenn einer den Überblick über das Gesamtprojekt, die zahlreichen Gewerke, das Zeitfenster, die Finanzen, die Subunternehmer, den Rahmen, in dem man sich bewegen darf, behält, dann doch wohl der Planer?
Eine große Verantwortung, die da geschultert werden muss. Dass die Rechtsprechung insbesondere bei Verfahren rund um das Bauwesen nicht alle schützt und unterstützt – diese Erfahrung mussten schon viele machen. Und auch, dass ein Gerichtsverfahren ernste Konsequenzen haben kann und selten strahlende Sieger das Verhandlungsgebäude verlassen. Viele setzen sich mit diesem Thema allerdings erst auseinander, wenn sie unmittelbar betroffen sind – und dann ist es für Alternativen manchmal schon zu spät. Neben den Beiträgen zum Thema Recht, die in jeder Ausgabe des DIB das Augenmerk auf spezielle Problemstellungen in Rechtsprechung (und Honorierung) richten, fasst ein Beitrag in diesem Monat noch einmal kurz zusammen, welche Möglichkeiten es zur Lösung von Rechtsstreitigkeiten gibt. Oder zur Orientierung, wenn sich Konflikte anbahnen. Denn oft kann es klug sein, vorbeugend tätig zu werden.

Susanne Scherf
redaktion@deutsches-ingenieurblatt.de


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