01.04.2014 | Ausgabe 04/2014

Editorial

Susanne Scherf

Susanne Scherf

Liebe Leserinnen und Leser,

Mit weit über 1000 Gästen wurde im März in Dresden der Deutsche Brückenbaupreis verliehen. Die Zahl zeigt, wie groß das Interesse an diesem herausragenden und hoch angesehenen Ingenieurbaupreis ist, der in diesem Jahr zum fünften Mal – in zwei Kategorien – verliehen wurde. Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure (VBI) haben 2006 beschlossen, das, was allgemein als „Königsdisziplin“ des Ingenieurbaus bezeichnet wird, stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken. Das ist gelungen. Inmitten einer großen Vielfalt unterschiedlicher Preise und Auszeichnungen haben die Initiatoren eine Würdigung etabliert, die Bestand hat. Die die Qualität besitzt, die Leistungen von Ingenieuren mit Hilfe eines Themas zu visualisieren, das für jedermann verständlich und nachvollziehbar ist. Denn: Was wäre unsere Welt ohne Brücken?

Brücken verbinden. Menschen. Ufer. Welten. Wer zwischen unterschiedlichen Personen und Positionen vermittelt, baut Brücken. Das langgestreckte Bauwerk ist in unserem Sprachgebrauch und in unserer Vorstellung durchweg positiv besetzt, als stabiles, tragendes, verknüpfendes Element. Neuerdings bleibt den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes aber oft nichts anderes übrig, als mit den Brücken auch etwas anderes zu assoziieren: marode sollen sie sein, einsturzgefährdet, sanierungsbedürftig. Die Brücke – ein hilfsbedürftiges Objekt? Was den Fachleuten schon lange bekannt ist, sickert jetzt langsam, aber vehement in das Bewusstsein der Bevölkerung durch: Wenn die Gesellschaft ihre Infrastruktur erhalten und funktionsfähig betreiben möchte, dann muss sie gepflegt werden. Dann muss der Staat investieren.

Die Veranstalter des Deutschen Brückenbaupreises erhoffen sich für die Zukunft mutige Bauherren, die außergewöhnliche Entwürfe und Ideen umsetzen. Die Realität aber ist, dass spektakuläre Neu- oder Ersatzbauten künftig nicht mehr die dominierenden Themen im Brückenbau sein werden. Es wird weitaus häufiger um Sanierung und Instandsetzung gehen. Bundesingenieurkammer und VBI wünschen sich unter den eingereichten Beiträgen häufiger auch diese Projekte – das ist konsequent und richtig. Der Deutsche Brückenbaupreis ist ein Ingenieurpreis, der das Prädikat „herausragend“ zu Recht trägt. Er richtet und lenkt den Blick auf eine Ingenieurdisziplin und die Resultate ihres Schaffens, die wir viel nutzen und die wir in ihrer Funktion und Leistungsfähigkeit nicht als „selbstverständlich“ hinnehmen können.

Susanne Scherf

sks@deutsches-ingenieurblatt.de

Rubrik: EDITORIAL


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