01.12.2014 | Ausgabe 12/2014

Editorial

Susanne Scherf

Liebe Leserinnen und Leser,

„Energie“ ist beinahe ein selbstverständliches Element unseres Sprachgebrauches. Normalerweise „ist“ das Wort Energie etwas (effizient, erneuerbar, verbraucht) oder man „tut“ etwas damit (sparen, erzeugen, umwandeln, transportieren).
Der Begriff durchdringt alle Lebensbereiche – und trägt gleichzeitig in seiner undifferenzierten Verwendung nicht unbedingt zur Versachlichung oder Verdeutlichung aktueller Problemstellungen bei. Die Energieeinsparung ist ein gesellschaftliches Mantra, die Energiewende ein politisch definiertes Ziel.
Der Energieverbrauch in den privaten Haushalten ist, so ging es jüngst durch die Medien, im Jahr 2013 in Deutschland erstmals wieder angestiegen – um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem nasskalten Wetter ist das nur zum Teil geschuldet, denn werden diese Effekte herausgerechnet, bleibt immer noch ein Anstieg um ein Prozent. Der größte Anteil daran entfällt auf den Bedarf an Raumwärme: ein Plus von zwölf Prozent. Das Projekt Energiewende erfordert – so wie zahlreiche andere Themen, die unsere Umwelt, unsere Ressourcen und unsere Gesellschaft betreffen – Fingerspitzengefühl von den Verantwortlichen. Ein wichtiges Element spielt dabei die Kommunikation und die Aufklärung. Selbstverständlich ist jeder Verbraucher angehalten, verantwortungsvoll mit der von ihm genutzten Energie umzugehen. Fossile Energieträger sind endlich, und Atomkraft ist keine dauerhafte Alternative. Das zumindest ist bereits in das kollektive Bewusstsein vorgedrungen. Außerdem die Erkenntnis, dass es gelingen muss, mehr Energie aus regenerativen Quellen zu erzeugen, als wir tatsächlich umwandeln. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Die Hürden im Bereich der Produktion, des Transportes und der Speicherung der regenerativen Energien sind hoch, die Herausforderungen– die größtenteils von Ingenieuren gelöst werden müssen – so komplex wie spektakulär. Am Anfang stand auch bei der Energiewende eine großartige Idee. Sie sollte die Lösung unter anderem für die Folgeschäden und -probleme sein, die durch die Nutzung der Atomkraft und den allzu sorglosen Umgang mit den fossilen Energien entstanden waren. Doch auch diese gute Idee wird erst dann zu einem Erfolg, wenn es nachhaltige und realistische Lösungen für die zahlreichen Teilaspekte seiner konsequenten Anwendung gibt, wie auch der Beitrag zur Transformation der Fernwärme zu mehr Erneuerbarer Energie in dieser Ausgabe zeigt.
Energie und Bau – beide beinhalten ambitionierte Aufgaben sowohl für Ingenieure als auch für die Politik. Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMBU), gibt in einem Interview einen Einblick, wie eine gut geplante und gebaute Umwelt aussehen könnte.

Ich wünsche Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, verbunden mit den besten Wünschen für das Jahr 2015.

Susanne Scherf
sks@deutsches-ingenieurblatt.de


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