30.09.2015 | Ausgabe 10/2014

Editorial

Susanne Scherf

Susanne Scherf

Liebe Leserinnen und Leser,

die Urlaubszeit ist vorbei – und mit ihr auch die Momente, in der viele von uns versuchen, mit ihren mehr oder weniger guten Fremdsprachenkenntnissen ihren Alltag im Feriendomizil zu meistern. Zur Not geht der versierte Reisende eben zum Englisch über – und merkt nicht selten auch dann, dass es kein Fehler gewesen wäre, die in Schule oder Studium erworbenen Kenntnisse dann und wann mal wieder aufzufrischen. Überhaupt: Mit dem Alter kommt – je nach Lebenslage – häufig die Erkenntnis, dass man in der Schule vielleicht doch ein wenig engagierter hätte bei der Sache sein sollen. Bei dem einen sind es die Sprachen, bei dem anderen die naturwissenschaftlichen Fächer, Mathematik oder Physik beispielsweise.
Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir. Das zumindest wurde uns immer eingetrichtert. Und spätestens im Erwachsenenalter stellt sich die Erkenntnis ein: Da ist was dran.
Sich um die eigene Bildung, Ausbildung, Weiterbildung zu kümmern ist wichtig. Ein Schul-, Ausbildungs- oder Studienabschluss macht keinen „fertigen“ Menschen aus uns. Wer sich darauf ausruht, wird schnell an seine Grenzen stoßen. Um so wichtiger ist es, sich Gedanken um die Ausbildungsinhalte derer zu machen, die nicht nur für das eigene Leben lernen, sondern auch für das Leben und die Sicherheit anderer: Ingenieurinnen und Ingenieure. Wo muss die Ausbildung ansetzen, welche Inhalte sind essentiell, damit Tragwerke und Sicherheitskonzepte entstehen, die Menschen vor Schaden bewahren? Oder Infrastrukturen, die auch nach Jahrzehnten und Jahrhunderten noch funktionieren – wie zum Beispiel die Sauschwänzlebahn, die als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst ausgezeichnet wurde? Dr.-Ing. Werner Weigl hat sich Gedanken zur Ausbildung der Ingenieure gemacht: Was sie brauchen, was sie wissen müssten, was die Gesellschaft von Ihnen erwartet. Das Thema ist komplex, es beschäftigt Arbeitgeber, die auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sind genauso wie die Hochschulen und die Kammern seit vielen Jahren. Die Ausbildung bildet die Basis für den Berufseinstieg, Fort- und Weiterbildung garantieren die verantwortungsvolle und kompetente Berufsausübung. Den Kammern fällt dabei eine sehr wichtige Rolle zu. In einem offenen Brief zum Thema Beratender Ingenieur mahnt der Vorstand der Bundesingenieurkammer in dieser Ausgabe eindringlich, nicht zu vergessen, welche Verantwortung die Organisation des Ingenieurberufs in Form der gesetzlichen Selbstverwaltung trägt.
Lernen hört nie auf. Und die Unterstützung dafür muss in allen Lebensabschnitten fundiert sein.

Susanne Scherf
sks@deutsches-ingenieurblatt.de


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