01.10.2012 | Ausgabe 10/2012

TECHNIK - Herausforderung Antarktis

Bauen am Südpol – die indische Forschungsstation Bharati –

In der Antarktis zu bauen heißt, auf sich allein gestellt zu sein. Keine Baugenehmigungsbehörde stempelt die Pläne, keine Norm gibt vor, wie man für Temperaturen von minus 45 Grad Celsius und Schneestürme von 350 Stundenkilometern zu bauen habe. Einrichtungen auf dem sechsten Kontinent müssen nur dem Antarktis-Vertrag entsprechen, der im Wesentlichen Umweltschutzauflagen macht. Ingenieure aus Hamburg haben sich der Herausforderung gestellt und die Forschungsstation Bharati am Südpolt gebaut. Das spannende Projekt ist - verdient – als Artikel im neuen Jahrbuch der Ingenieurbaukunst 2012/2013 erschienen. Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 42 – 43 in dieser Ausgabe.

Es gibt kaum eine spannendere Situation, als seine Normen zunächst selbst entwickeln zu müssen. Immerhin, die IMS Ingenieure aus Hamburg hatten Erfahrung mit der unwirtlichen Gegend. Sie hatten bereits die deutsche Forschungsstation in der Antarktis geplant, weshalb sie mit sechs anderen Teams zum Wettbewerb um den Bau der Indischen Station Bharati eingeladen wurden – und die Konkurrenz gewannen. Dann dauerte es noch zwei Jahre, bis die Vertragsverhandlungen zu einem Ende kamen. Für die innere Organisation und gestalterische Fragen holten sie die Architekten des Hamburger Büros bof mit ins Boot, für die Haustechnik m+p consulting Nord aus Braunschweig…


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