15.09.2020 | Ausgabe 09/2020

Robuste Architektur

Editorial

Deutsche Poroton / Christoph Große

Deutsche Poroton / Christoph Große

Liebe Leserinnen und Leser,

„robuste Architektur“ ist zum geflügelten Wort in der Baubranche geworden. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Laut Definition beschreibt Robustheit die Fähigkeit, Veränderungen aufgrund einer stabilen Struktur standzuhalten. Für mich ist Architektur dann besonders robust, wenn sie mit tragfähigen, strapazierfähigen und langlebigen Baustoffen errichtet wurde.
Gerade unsere Poroton Ziegel haben sich in den letzten Jahrzehnten zu robusten und vielfältigen Hightech-Produkten weiterentwickelt. Als neueste Entwicklung brachten die Poroton Mitgliedsfirmen die ersten klimaneutralen Ziegel auf den Markt. Alle Ziegel erfüllen höchste Anforderungen an Statik, Brand-, Schall- und Wärmeschutz und sind damit optimal geeignet für die komplexen Herausforderungen im mehrgeschossigen Wohnungsbau – bei Innenwänden ebenso wie bei monolithischen Außenwänden.
Bis zu neun Geschosse wurden monolithisch mit Poroton Ziegelmauerwerk bereits problemlos realisiert. Die charakteristische Mauerwerksdruckfestigkeit fk von 5,2 MN/m² sowie eine massive Steggeometrie bieten dazu die nötige statische Sicherheit. Mit der Auswahl des passenden Ziegels lassen sich Wandstärke, Wärmedurchlass und Tragfähigkeit unter Berücksichtigung der vorgesehenen Geschosszahlen bedarfsgenau für das jeweilige Bauvorhaben optimieren. In den meisten Planungstools sind die statischen und die bauphysikalischen Werte von Poroton Ziegeln bereits hinterlegt, was die Berechnung schneller und einfacher macht. Planer erhalten darüber hinaus Unterstützung bei Detailfragen durch die Projektentwicklungsteams der Poroton Mitgliedsunternehmen Wienerberger und Schlagmann Poroton.
Mit einem U-Wert von bis zu 0,16 W/m²K werden Poroton Ziegel mit integrierter Wärmedämmung, meist Perlit, höchsten Anforderungen an die Energieeffizienz bis hin zum KfW-Effizienzhaus-40-Standard gerecht. Ergänzendes Systemzubehör optimiert etwaige Wärmebrücken, sodass vom Sockel bis zur Attika eine homogene Gebäudehülle entsteht. Beachten Sie bitte auch dazu die Abbildung des Poroton Produktportfolios am Ende dieser Unterlage. Unser Wärmebrückenkatalog, der als PDF und Online-Tool zur Verfügung steht, vereinfacht die Planung konstruktiver Details für den rechnerischen Nachweis von Wärmebrücken. Während der Gebäudenutzungsphase wirken monolithische Ziegelwände wie eine natürliche Klimaanlage, die Temperaturspitzen ohne eine technische Hilfe ausgleicht. Der Grund dafür ist ihre thermische Speichermasse, die Hitze im Sommer abpuffert und Wärme im Winter länger im Gebäude hält.
Die Qualitäts- und Komfortanforderungen – gerade im Bereich des Schallschutzes im mehrgeschossigen Wohnungsbau – haben sich erhöht. Die von der Deutschen Poroton erfundene und seit Jahrzehnten bewährte Produktgattung der verfüllten Perlit-Ziegel ermöglicht dabei die planerisch sichere Einhaltung beispielsweise des erhöhten Schallschutzes – und dies nachweislich! Unsere Bauphysiksoftware „Modul Schall 4.0“, die wir allen Planern kostenfrei zur Verfügung stellen, erleichtert die Berechnung nach der neuen DIN 4109 und prognostiziert die Schalldämmung von Ziegelgebäuden mit hoher Zuverlässigkeit. Neben Berechnungen zum Außenlärm und zum Trittschall können mit dem Modul auch die Nachweise für die Luftschalldämmung zwischen den Räumen, von Wohnungs- und Flurtrennwänden, zweischaligen Haustrennwänden und von Geschossdecken geführt werden.
Ich denke, wir von der Deutschen Poroton geben Ihnen mit dieser Ausgabe des „bauplaners“ hilfreiche und robuste Tipps, die Ihnen die sichere Planung, statische Berechnung und fachgerechte Ausführung erleichtern. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf die nächsten Projektumsetzungen mit Ihnen.

Ihr
Clemens Kuhlemann
Geschäftsführer Deutsche Poroton


 

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